

Im Projekt wurden Emissionsdaten, Verifikationsstände und Modelljahresinformationen vor allem in umfangreichen Excel Tabellen gepflegt.
Diese Master Tabellen bildeten die Grundlage für Aufgaben wie:
Fachlich funktionierte das gut, in der täglichen Nutzung waren die Tabellen jedoch schwer zu überblicken.
Die Nutzer mussten mehrere Tabellen öffnen, filtern und manuell vergleichen, um zu sehen:
Grenzwerte und Normalbereiche waren in den Tabellen zwar vorhanden, aber optisch kaum hervorgehoben.
Es war nicht sofort erkennbar:
Gleichzeitig durfte das neue Interface den engen technischen und gestalterischen Rahmen nicht verlassen.
Die Oberfläche sollte sich weiterhin stark an Tabellen orientieren und technisch leicht umsetzbar bleiben.
Die Aufgabe war daher, die bestehende Excel Logik in ein funktionales Web Interface zu übersetzen, das große Datenmengen klarer strukturiert und die Arbeitsschritte besser unterstützt.

Da kein direktes Shadowing möglich war, wurden die Arbeitsprozesse gemeinsam mit der Fachabteilung strukturiert aufgenommen.
Für zentrale Bereiche wie Modelljahresplanung, Verified Parts, Emissionsbewertung und Datenmanagement wurden typische Abläufe, Happy Paths und wichtige Ausnahmen beschrieben.
So entstand ein klares Bild, welche Informationen in welchem Schritt benötigt werden und wo Excel in der Praxis an Grenzen stößt.
Auf Basis dieser Prozessbeschreibungen wurden Aufgaben, Datenfelder und Zustände in UI Sichten übersetzt.
Tabellen blieben als zentrales Element erhalten, wurden aber um eine klarere Informationshierarchie ergänzt, zum Beispiel:
Ziel war, dass Nutzer auf einen Blick sehen können, welche Werte unkritisch sind, wo Auffälligkeiten bestehen und wie der Verifikationsstand ist.
In Figma entstanden zunächst vollständige Screendesigns für zentrale Tabellen und Detailansichten.
Darauf aufbauend wurden klickbare Prototypen erstellt, die konkrete Flows abbilden, zum Beispiel:
Diese Prototypen wurden genutzt, um mit den Fachverantwortlichen durch typische Nutzungsszenarien zu gehen.
So wurde früh sichtbar, ob Tabellenaufbau, Statuslogik, Meldungen und Detailansichten verständlich und nutzbar sind.
Nach jeder Designrunde gab es kurze Check Ups mit den Stakeholdern.
Freigegebene Flows und Screens wurden direkt an die Entwicklung übergeben und parallel umgesetzt.
In dieser Phase wurden unter anderem:
iterativ nachgeschärft.
Die Konzepte blieben bewusst nah an der Tabellenlogik, wurden aber um klare visuelle Hinweise für Grenzwerte, Validität und Fortschritt ergänzt.
Stabile Screen Sets und Flows wurden als Figma Paket an die Entwicklung übergeben.

Das Ergebnis ist ein Interface Konzept, das die bisherigen Excel Master Tabellen in strukturierte Weboberflächen überführt.
Nutzer sehen nun in Tabellen und Detailansichten:
Grenzwerte, Normalbereiche und Überschreitungen sind visuell hervorgehoben.
Auffällige Werte fallen schneller ins Auge, ohne dass die Nutzer mehrere Excel Dateien öffnen und manuell vergleichen müssen.
Durch neue Tabellenlayouts, Statusanzeigen, Toast Meldungen und Modale wird die tägliche Bewertung von Konfigurationen besser unterstützt.
Fachnutzer können einfacher nachvollziehen:
Das Interface bleibt bewusst nah an der bekannten Tabellenlogik, nimmt den Nutzern aber einen Teil der kognitiven Last, da wichtige Informationen klar sortiert und visuell markiert sind.
Das Feedback der Fachseite war sehr positiv.
Die neuen Konzepte wurden als deutliche Verbesserung im technischen Umfeld wahrgenommen.
Der Kunde hätte das UX Team gern weiter beauftragt, durch Budgetgrenzen wurde das Projekt jedoch beendet und es wurde nach Anschlussprojekten gesucht.




