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Project
Car Emission Compliance Dashboard
Daniel Peters
UX & UI Designer

Car Emission Compliance Dashboard

Internes Web Tool für Emissionsdaten und Verifikationsplanung im Automotive Bereich
Projekttyp:
internes Tool
Branche:
Automotive
Kundentyp:
Konzern
Teamgröße
2 bis 3 Personen
Rolle:
UX & UI Designer

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Problemstellung

Ausgangssituation

Im Projekt wurden Emissionsdaten, Verifikationsstände und Modelljahresinformationen vor allem in umfangreichen Excel Tabellen gepflegt.
Diese Master Tabellen bildeten die Grundlage für Aufgaben wie:

  • Model Year Planning
  • Dauerlaufgruppierung
  • Deterioration Factors
  • Verified Parts
  • OBD Auswertungen

Fachlich funktionierte das gut, in der täglichen Nutzung waren die Tabellen jedoch schwer zu überblicken.

Herausforderungen im Alltag

Die Nutzer mussten mehrere Tabellen öffnen, filtern und manuell vergleichen, um zu sehen:

  • welche Motorvarianten, Antriebe und Getriebe in einem Modelljahr relevant sind
  • welche Konfigurationen die Emissionsgrenzwerte einhalten
  • wie weit einzelne Verifikationen und Tests bereits fortgeschritten sind

Grenzwerte und Normalbereiche waren in den Tabellen zwar vorhanden, aber optisch kaum hervorgehoben.
Es war nicht sofort erkennbar:

  • welche Testwerte unkritisch oder kritisch sind
  • wo Freigaben fehlen
  • wie der Gesamtfortschritt über alle Konfigurationen aussieht

Gleichzeitig durfte das neue Interface den engen technischen und gestalterischen Rahmen nicht verlassen.
Die Oberfläche sollte sich weiterhin stark an Tabellen orientieren und technisch leicht umsetzbar bleiben.
Die Aufgabe war daher, die bestehende Excel Logik in ein funktionales Web Interface zu übersetzen, das große Datenmengen klarer strukturiert und die Arbeitsschritte besser unterstützt.

Prozess

1. Arbeitsprozesse aufnehmen

Da kein direktes Shadowing möglich war, wurden die Arbeitsprozesse gemeinsam mit der Fachabteilung strukturiert aufgenommen.
Für zentrale Bereiche wie Modelljahresplanung, Verified Parts, Emissionsbewertung und Datenmanagement wurden typische Abläufe, Happy Paths und wichtige Ausnahmen beschrieben.
So entstand ein klares Bild, welche Informationen in welchem Schritt benötigt werden und wo Excel in der Praxis an Grenzen stößt.

2. Aufgaben und Daten ins Interface übersetzen

Auf Basis dieser Prozessbeschreibungen wurden Aufgaben, Datenfelder und Zustände in UI Sichten übersetzt.
Tabellen blieben als zentrales Element erhalten, wurden aber um eine klarere Informationshierarchie ergänzt, zum Beispiel:

  • sichtbare Grenzwerte und Normalbereiche direkt in der Tabelle
  • konsistente Statusanzeigen für Tests und Freigaben
  • bessere Gruppierung und Filterung von Konfigurationen

Ziel war, dass Nutzer auf einen Blick sehen können, welche Werte unkritisch sind, wo Auffälligkeiten bestehen und wie der Verifikationsstand ist.

3. Screendesigns und Prototypen in Figma

In Figma entstanden zunächst vollständige Screendesigns für zentrale Tabellen und Detailansichten.
Darauf aufbauend wurden klickbare Prototypen erstellt, die konkrete Flows abbilden, zum Beispiel:

  • das Prüfen und Bewerten von Emissionsdaten
  • das Anpassen einer Konfiguration
  • das Hochladen und Zuordnen von Freigaben

Diese Prototypen wurden genutzt, um mit den Fachverantwortlichen durch typische Nutzungsszenarien zu gehen.
So wurde früh sichtbar, ob Tabellenaufbau, Statuslogik, Meldungen und Detailansichten verständlich und nutzbar sind.

4. Reviews, Feinschliff und Handover

Nach jeder Designrunde gab es kurze Check Ups mit den Stakeholdern.
Freigegebene Flows und Screens wurden direkt an die Entwicklung übergeben und parallel umgesetzt.

In dieser Phase wurden unter anderem:

  • Modalfenster für Detailbearbeitung
  • Akkordeons für Zusatzinformationen
  • Filterlogik für Konfigurationen
  • Toast Meldungen für Rückmeldungen

iterativ nachgeschärft.
Die Konzepte blieben bewusst nah an der Tabellenlogik, wurden aber um klare visuelle Hinweise für Grenzwerte, Validität und Fortschritt ergänzt.
Stabile Screen Sets und Flows wurden als Figma Paket an die Entwicklung übergeben.

Ergebnis

Klarere Sicht auf Emissions und Verifikationsdaten

Das Ergebnis ist ein Interface Konzept, das die bisherigen Excel Master Tabellen in strukturierte Weboberflächen überführt.
Nutzer sehen nun in Tabellen und Detailansichten:

  • welche Konfigurationen getestet wurden
  • welche Emissionswerte in welchen Fahrzyklen anfallen
  • ob diese Werte innerhalb der Grenzwerte liegen oder kritisch werden

Grenzwerte, Normalbereiche und Überschreitungen sind visuell hervorgehoben.
Auffällige Werte fallen schneller ins Auge, ohne dass die Nutzer mehrere Excel Dateien öffnen und manuell vergleichen müssen.

Bessere Unterstützung im technischen Alltag

Durch neue Tabellenlayouts, Statusanzeigen, Toast Meldungen und Modale wird die tägliche Bewertung von Konfigurationen besser unterstützt.
Fachnutzer können einfacher nachvollziehen:

  • welche Tests bereits durchgeführt wurden
  • welche Freigaben vorliegen
  • wie weit einzelne Konfigurationen im Verifikationsprozess sind

Das Interface bleibt bewusst nah an der bekannten Tabellenlogik, nimmt den Nutzern aber einen Teil der kognitiven Last, da wichtige Informationen klar sortiert und visuell markiert sind.
Das Feedback der Fachseite war sehr positiv.
Die neuen Konzepte wurden als deutliche Verbesserung im technischen Umfeld wahrgenommen.
Der Kunde hätte das UX Team gern weiter beauftragt, durch Budgetgrenzen wurde das Projekt jedoch beendet und es wurde nach Anschlussprojekten gesucht.

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