

Im bestehenden Fingerprint Dashboard waren sehr viele Informationen in einer einzigen Ansicht gebündelt.
Die Mitarbeitenden mussten sich durch lange Tabellen und viele Spalten klicken und jeden einzelnen Fingerprint öffnen, um zu verstehen, worum es in einem Fall geht.
Parallel liefen mehrere Datenquellen zusammen. Unter anderem Diagnoseinformationen, ungeordnete Fehler aus der DISS Umgebung und intern angelegte Fingerprints. Trotzdem war für die Nutzer nicht klar, was für sie in welchem Schritt wirklich relevant ist.
Die Beobachtungen im Shadowing haben gezeigt, dass
Die Folge war ein mühsamer und fehleranfälliger Arbeitsablauf. Es gab keine klare Struktur entlang der Aufgaben von Tagging, Diagnose und Reporting. Rollen und Schritte im Prozess waren im Dashboard nicht abgebildet, obwohl sie in der Organisation längst etabliert waren.

Zu Beginn wurden die Mitarbeitenden in ihrem Arbeitsalltag per UX Shadowing begleitet.
Ziel war es zu verstehen, wie sie mit Rückläuferfällen, Diagnosedaten und Fingerprints tatsächlich arbeiten und welche Systeme sie dafür nutzen.
Dabei wurden unter anderem folgende Punkte dokumentiert:
Aus diesen Beobachtungen entstand eine erste Skizze des End to End Prozesses von der ersten Meldung über das Tagging bis zur Bewertung durch das Problemmanagement.
Auf Basis der Beobachtungen wurde ein Aufgaben und Rollenmodell ausgearbeitet.
Wichtige Fragen waren zum Beispiel:
Dieses Modell wurde den vorhandenen Dashboard Funktionalitäten gegenübergestellt.
So wurden Lücken, Doppelungen und unnötige Komplexität sichtbar.
Parallel wurden erste Hypothesen gesammelt, welche Informationen für jede Rolle von außen sichtbar sein müssen, um Fälle schneller einschätzen zu können.
Gemeinsam mit dem Fachbereich wurden die wichtigsten Aufgaben und Funktionen priorisiert.
Ziel war es, die Dashboards so zu strukturieren, dass
Daraus entstand eine grobe Struktur mit mehreren spezialisierten Dashboards, zum Beispiel Diagnose, DISS und aufgeteilte FFP Ansichten für unterschiedliche Aufgabenbereiche.
In Figma wurden auf dieser Basis mehrere Varianten der Screenlayouts erstellt.
Für jede Rolle und jeden Schritt im Prozess wurden unterschiedliche Ansätze für Tabellen, Filter, Statusanzeigen und Detailansichten ausprobiert.
Die Varianten wurden laufend mit Fachexperten reviewt.
Aus den Rückmeldungen wurden Muster und wiederkehrende Elemente abgeleitet.
Diese Elemente wurden als modulare Bausteine definiert, die in verschiedenen Dashboards wieder genutzt werden können, zum Beispiel:
Zum Abschluss wurde ein Navigationskonzept erstellt, das den Prozess von Tagging über Diagnose bis Reporting abbildet.
Dazu gehörten unter anderem:
Die finalen Screens für Diagnose Dashboard, DISS Dashboard, die gesplitteten FFP Dashboards und einen exemplarischen Failure Fingerprinting Detail Screen wurden als Figma Paket an die Entwicklung übergeben.
Für Konzeption und Abstimmung kamen Figma, Miro, PowerPoint sowie Jira und Confluence zum Einsatz.

Im Case zeige ich sieben zentrale Dashboard Screens sowie einen exemplarischen Detail Screen für Failure Fingerprinting.
Die sieben Screens decken die wichtigsten Schritte in der täglichen Arbeit ab und zeigen unter anderem:
Der Failure Fingerprinting Detail Screen zeigt im oberen Bereich den konkreten Fall mit relevanten Daten und Reproduktionsschritten.
Im unteren Bereich werden die Auswirkungen auf Märkte und Bestände sichtbar, sodass das Problemmanagement den Umfang eines möglichen Rückrufs besser einschätzen kann.
Zusätzlich dokumentiere ich mehrere Varianten für Datenvisualisierungen, die im Rahmen einer Zusatzaufgabe entstanden sind.
Diese zeigen alternative Wege, wie sich Mengen, Trends und Marktauswirkungen für das Problemmanagement aufbereiten lassen.
Die Fachabteilung hat berichtet, dass sich die Nutzer in den neuen Strukturen deutlich besser zurechtfinden.
Sie können schneller erkennen, welche Fälle für sie relevant sind, welcher Bearbeitungsstatus vorliegt und wie einzelne Meldungen miteinander zusammenhängen.
Die klarere Informationshierarchie und der Fokus auf die wichtigsten Felder pro Rolle erleichtern das Tagging, das Zusammenführen ähnlicher Fälle und das Reporting an das Problemmanagement.
Quantitative Effekte wurden nicht gemessen, das qualitative Feedback von Fachbereich und Mitarbeitenden war jedoch durchweg positiv und führte zu weiteren Beauftragungen für das Team.



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